
Commedia lirica in tre atti
von Giuseppe Verdi
Text von Arrigo Boito
von Giuseppe Verdi
Text von Arrigo Boito
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
»Alles ist Spaß auf Erden.«
Der alternde Lebemann Ritter John Falstaff ist knapp bei Kasse. Hilfe erhofft er von zwei reich verheirateten Frauen, weswegen er ihnen - gleichlautende - Liebesbriefe schreibt. Als die beiden ihm auf die Schliche kommen, schwören sie Rache. Ein Intrigenspiel beginnt, das am Ende kaum einen Beteiligten ungeschoren davon kommen lässt: vermeintlich geprellte Ehemänner, besorgte Väter und falsche Bräute im Verein mit Verkleidungen, Wandschirmen, Wäschekörben und Wassergräben schaffen allerlei Komödiensituationen, bis schließlich unter der Eiche im Park von Windsor der gehörnte Falstaff zur Einsicht kommt, dass auf Erden nichts zu ernst zu nehmen sei.
Nachdem Giuseppe Verdi als Komponist ernster Opern berühmt geworden war, hatte niemand erwartet, dass er sich ausgerechnet mit einer musikalischen Komödie von der italienischen Opernbühne verabschieden würde. Dabei erwog er schon in den 1860er Jahren, eine Komödie Shakespeares zu vertonen. Tatsächlich begann Verdi 1890 im Alter von 77 Jahren mit Arrigo Boito, der 1887 bereits das Libretto zu »Otello« verfasst hatte und durch seine eigene Oper »Mefistofele« bekannt war, die Arbeit an einer Oper nach Shakespeares »A Most Pleasant and Excellent Conceited Comedy of Sir John Falstaff and the Merry Wives of Windsor«. Diese wurde 1893 an der Mailänder Scala uraufgeführt. Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist sprachlich wie kompositorisch einzigartig in der Musiktheaterliteratur. Musikalisch bildet die Schlussfuge »Tutto il mondo è burla« (»Alles ist Spaß auf Erden«) möglicherweise den Gipfelpunkt im gesamten Schaffen Verdis.
(Bild: »Un ballo in maschera« 09/10)
Nachdem Giuseppe Verdi als Komponist ernster Opern berühmt geworden war, hatte niemand erwartet, dass er sich ausgerechnet mit einer musikalischen Komödie von der italienischen Opernbühne verabschieden würde. Dabei erwog er schon in den 1860er Jahren, eine Komödie Shakespeares zu vertonen. Tatsächlich begann Verdi 1890 im Alter von 77 Jahren mit Arrigo Boito, der 1887 bereits das Libretto zu »Otello« verfasst hatte und durch seine eigene Oper »Mefistofele« bekannt war, die Arbeit an einer Oper nach Shakespeares »A Most Pleasant and Excellent Conceited Comedy of Sir John Falstaff and the Merry Wives of Windsor«. Diese wurde 1893 an der Mailänder Scala uraufgeführt. Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist sprachlich wie kompositorisch einzigartig in der Musiktheaterliteratur. Musikalisch bildet die Schlussfuge »Tutto il mondo è burla« (»Alles ist Spaß auf Erden«) möglicherweise den Gipfelpunkt im gesamten Schaffen Verdis.
(Bild: »Un ballo in maschera« 09/10)



















